#BOBandthe­mountains: Best of Bayrischzell

In Kooperation mit Munich And The Mountains zeigen wir euch die schönsten Spots in Bayrischzell: Wendelsteinkircherl, Siglhof, Dorfbad Tannermühle & Tannerhof!

Ferner als in den Alpen kann man dem, was man so „reales Leben“ nennt kaum sein. Aber wundersamer Weise braucht man gar keinen SUV und keine High-Tech-Ausrüstung, um ganz hoch hinaus zukommen. Der Zug tut’s aufs Beste: Die BOB fährt zum Beispiel vom Münchner Hauptbahnhof jede Stunde nach Bayrischzell. Ein Dörfchen eher auf dem als am Fuß der Alpen. Vom süßen, kleinen Kopfbahnhof kann man locker einfach einen Berg hinauf laufen und Waldluft riechen. Wir hatten aber noch einen anderen, etwas spektakuläreren Plan. Und sind eine Station vorher in Osterhofen ausgestiegen… Um 8.04 Uhr fährt der Zug ab, mitten aus dem Herzen Münchens, zu Füßen des BR-Hochhauses. Eine Stunde und zwanzig Minuten später öffnen sich die Zugtüren zum felsigen Rand der Hochalpen.

Die BOB im Oberland - Foto von Michael Schauer
Die BOB im Oberland - Foto von Michael Schauer

10:00 Uhr: In luftige Höhen

Einen kleinen Spaziergang von ein paar hundert Metern braucht’s von Osterhofen aus nur bis zur Talstation der Wendelstein-Seilbahn. Jeweils 15 Minuten nach der vollen Stunde starten hier die gelben Gondeln der Seilbahn. Wenn wir’s nicht ohnehin wüssten, würden wir schon von hier sehen, dass der Wendelstein ein besonderer Berg ist: Der erste große Brocken der Nordalpen. Von weiter nördlich aus betrachtet ist er der Kopf einer Bergformation namens „schlafende Jungfrau“. Und ein großartiger Ausguck gen Norden. Sieben Minuten geht’s steil bergan, weit über den Wäldern, Wiesen und Hügeln.

10:30 Uhr: Hoch überm Voralpenland

Oben wird’s nur noch spektakulärer: Eine Jacke einzupacken hat sich gelohnt: Auf dem Wendelstein kann es windig sein. Dafür stehen die Sehenswürdigkeiten dicht beieinander. Das kleine Wendelsteinkircherl reckt auf einem Felsvorsprung spektakulär das Türmchen in die Höhe. Und vom Gipfel geht der Blick weit ins dicht besiedelte Land mit seinen Gehöften, Dörfern und Städtchen. Zur anderen Seite gibt’s Alpenpanorama pur. Genauso wie auf der 45-minütigen Panoramawanderung. Einen ersten Snack gibt’s an diesem außergewöhnlichen Ort im Gasthaus auch noch.

12:00 Uhr: Drei Stunden Power-Alpen: Abstieg nach Bayrischzell

Dass bergab zu wandern viel leichter ist, als bergauf… ist bekanntermaßen nur ein Gerücht. Für den Abstieg lohnt sich aber ein wenig körperliche Betätigung. Auf dem Wanderweg runter nach Bayrischzell jagt ein Ausblick den anderen. Und auf dem gut ausgebauten Weg kann man diese Blicke auch gefahrlos riskieren. Da vergeht der Weg ungefähr doppelt so schnell.

15:00 Uhr: Kuchen-Geheimtipp über den Dörfern

Bevor’s wieder ganz aus ist, mit dem alpinen Höhenflug, machen wir nochmal Rast: Oberhalb von Bayrischzell hält das Bergcafé Siglhof seine Türen geöffnet. Vor dem stattlichen Bauernhaus suchen wir uns einen Tisch mitten in der Wiese und gucken nochmal über die bewaldeten Bergrücken. Der eigentliche Clou ist aber der hausgemachte Kuchen. Eine Spezialität, für die Cafés in Großstädten schon mal echte Berühmtheiten werden. Hier in Bayrischzell läuft das unter dem Label „Geheimtipp“. Und was in Bayrischzell Geheimtipp ist, steht immer noch nicht in jedem Reiseführer.

16:00 Uhr: Sauna-Wunderwelt am Wasserfall

Spektakulär ist aber noch lange nicht zu Ende. Unsere nächste Station ist das Dorfbad Tannermühl. Ein kleines Spa – in einer sehr unglaublichen Location. Am Ende einer Klamm (einer kleinen Schlucht also), vor einem acht Meter hohen Wasserfall. Schwer zu glauben, dass wenige Meter entfernt ein Zug direkt in eine Millionenstadt fährt: Eigentlich eher ein Szenario für abgelegene Naturparadiese. Weitere Stichworte: Stadl-Sauna mit Bachblick, Grotten-Brausebad, Tauchbecken am Wasserfall. Allerdings muss im Voraus gebucht werden.

18:30 Uhr: Zurück ins real existierende München

Leicht fällt es uns da nicht, das Spa wieder zu verlassen. Aber erholt hat ja auch München wieder seinen Reiz. Zum Abendessen in die Landeshauptstadt fährt die BOB von Bayrischzell aus. Jede Stunde um xx:32 Uhr. Auf dem Weg zurück gibt’s noch alpenländisches Idyll vor dem Zugfenster und zwar nicht zu knapp. Im Abendlicht wird’s da sogar hartgesottenen Großstädtern ein bisschen romantisch ums Herz.