#BOBandthe­mountains: Best of Tegernsee

In Kooperation mit Munich And The Mountains zeigen wir euch die schönsten Spots am Tegernsee: Wallbergkircherl, Malerwinkel, Überführer, Herzogliches Bräustüberl & Seesauna!

Kaum lacht die Sonne, locken die Münchner Berge! Ein Abstecher an den Tegernsee? Ein Klassiker aus dem Heimatfilm – der sich aber auch ganz locker auf modern drehen lässt. Schnell raus aus der Stadt, und rein in die Bergwelt. Aber bitte ohne Stau, und Stress. Und ohne der Umwelt zur Last zu fallen. Oder aufs lokale Erfrischungsbier verzichten zu müssen: In die Berge kommen wir auch ohne Auto - mit der BOB stündlich ab München Hauptbahnhof. Außerdem ist Zugfahren „the new black“. Gibt’s was Schöneres als mit der Brezn in der einen und dem iPhone schussbereit auf Videofunktion in der anderen Hand die blau-weisse Postkartenidylle zu betrachten? Los geht’s!

Bootfahren am Tegernsee - Foto von Simon Vilgertshofer
Bootfahren am Tegernsee - Foto von Simon Vilgertshofer

09:00 Uhr Abfahrt München Hauptbahnhof

Der Rucksack ist gepackt: Wasser, Badesachen, Kamera, eine Notfall-Semmel, Sonnencreme. Die Ballerinas tauschen wir fix noch gegen unsere Bergschuhe. Direkt am Münchner Hauptbahnhof startet die BOB jede Stunde Richtung Tegernsee. Wer will, kann sogar schon zum Sonnenaufgang draußen sein. Wir starten gemütlich zu 9:04 Uhr. Mit einer Schnittlauch-Brezn in der Hand und guter Laune im Gepäck. Fahrtzeit eine Stunde. Endlose Blicke über saftiges Grün und knallblauer Himmel. Ein richtiger Bayern-Bilderbuchtag, also.

10:00 Uhr Ankunft Bahnhof Tegernsee

Der Bahnhof Tegernsee ist ein kleines Schmuckstück. Erste Fotomotive sind im Kasten. Um 10:17 fährt bereits der Bus zur Talstation Wallbergbahn, 20 Minuten dauert die Landpartie im Bus. Und sogar in nur 12 Minuten geht’s dann ganz entspannt mit der Gondel den Hausberg hinauf. Von der Bergstation ist es nur eine kurze 30-Minuten-Wanderung bis zum Gipfelkreuz. So leicht kommt man selten zum hochalpinen Bergsteiger-Selfie.

12:30 Uhr: Einkehren im Wallberghaus

Praktisch auch, dass es jetzt erstmal bergab geht: Zurück runter zur Bergstation führt unser Weg – die fantastische Bergwelt immer im Blick – und dann noch weitere 100 Meter gen Tal. Dann wartet im altehrwürdigen (und frisch renovierten) Wallberghaus die erste Einkehr. Auf einem kleinen Plateau, unter blau-weißen Sonnenschirmen und blau-weißem Himmel lässt sich hier eine echte bayerische Brotzeit einnehmen. So macht Klischee Freude. Vielleicht mit Wurstsalat und einer Halben – und dazu den Blick über die Gipfel ringsum schweifen lassen.

14:00 Uhr: Die Mutprobe: Ein Paraglide-Flug die Alpen herab

Was bis jetzt aber noch eine ganz beschauliche Angelegenheit war, lässt sich locker auch in einen satten Adrenalin-Kick verwandeln: In der Nähe des Wallberghauses lässt sich auch mit dem Paraglide-Schirm gen Tal schweben. Natürlich unter Experten-Betreuung. Und trotzdem mit leicht weichen Knien: Was eben noch wie im Heidi-Film klassisch-romantisch aussah, wird am Schirm eine wilde Landschaft. Einblicke in Schluchten, der Wind deutlich spürbar auf der Haut, unzählige Baumwipfel, Bächlein, Felsen… Ein Erlebnis zum Niemehrvergessen. Und am Ende die Wiesen im Tal als – mehr oder minder – weiches Polster zum Landen.

15:00 Uhr: Zurück auf dem festen Boden: Schaulaufen in Egern

Jetzt tut zumindest uns ein wenig fester Boden unter den Füßen und langsameres Tempo doch wieder ganz gut. Rottach-Egerns Promenade ist der richtige Platz dafür – wenn man den Ausblick in die Natur ernst, und das Geschehen auf den Sträßchen mit ein wenig Ironie nimmt: Über dem blauen See grüßt von der Egerner Bucht aus die fantastische Alpenkulisse. Durch den Ort flaniert der gesetztere Teil der Münchner Schickeria durch die Sommerfrische. Auch das Voralpenland hat seine kleinen amüsanten Kulturschocks zu bieten. Zielpunkt ist das Hotel Malerwinkel: Hier haben sich vor Jahrhunderten echte Künstler getroffen: Der Autor Ludwig Ganghofer, der Karikaturist Olaf Gulbransson und Co. nahmen hier auch durchaus kritisch ihre Lebenswelt aufs Korn. Wie sich die Zeiten ändern…

16:00 Uhr: Heute über den See wie in alten Zeiten

…oder eben auch nicht. Ganz ohne Ironie lässt sich der Charme des nächsten Unikums erleben: Ein paar Schritte weiter legt die Überführer Ruderfähre ab. Sie hält wirklich was der Name verspricht: Eine Fährfahrt über die engste Stelle des Tegernsees in einem altertümlich anmutenden Boot. Das Platschen der Ruder im See und der Blick auf beide Ufer sind was zum Durchatmen und Gucken. Eine Einzigartigkeit. 15 Minuten dauert die Fahrt. Wenn die Fähre nicht ohnehin schon bereit steht, darf an der großen Glocke geklingelt werden.

18.00 Uhr: Kult-Bier trinken wo es herkommt

Vom Anlegepunkt an der Point ist’s nur ein kurzer Weg bis einem anderen Klassiker bairischer Kultur: In Tegernsee steht das Bräustüberl des Herzoglichen Brauhauses Tegernsee. Genau: Jener Biermarke, die mittlerweile auch in den hippsten Clubs und Bühnen von Berlin über die Theke gereicht wird. Im Bräustüberl geht’s uriger zu. Aber vom Bart-Hipster bis zum Gamsbart-Träger pilgern alle her. Der simple Grund: Das Bier schmeckt phänomenal vom Fass. Schweinsbraten und Knödel oder Käsespätzle auch.

20:00 Uhr: Auf dem Saunaschiff durch die Nacht

Ein wenig sacken lassen haben wir das Essen sicherheitshalber schon. Dabei hilft auch der Spaziergang im Abendlicht das Seeufer entlang Richtung Norden: Dem wohligen Gefühl im Magen nachspüren und sachten Schrittes einen Kilometer am Geplätscher der Tegernseewellen entlang. Dann ist der letzte Programmpunkt erreicht: Die Monte Mare Seesauna Tegernsee. Im Saunaschiff schwitzen und anschließend in den See springen – sowas gibt’s woanders wohl nicht. Und gerade hier ist’s ein perfekter Spaß für die Abendstunden: Am Wochenende ist die Sauna bis 24 Uhr geöffnet, da kann man auch noch über den See auf die Lichter des gegenüberliegenden Ufers blicken. Wir packen’s nur ein klein wenig früher: Um 22.52 Uhr fährt die letzte BOB vom wenige Meter entfernten Bahnhof Tegernsee in die Partymetropole München.