Neue Triebfahrzeuge ab 2020

Ab Sommer 2020 werden die in die Jahre gekommenen Fahrzeuge der Typen „Talent“ und „Integral“ der Bayerischen Oberlandbahn GmbH sukzessive durch Neufahrzeuge ersetzt.

Die insgesamt 31 Fahrzeuge des Typs Coradia Lint 54 des Herstellers Alstom zeichnen sich im Vergleich zur Bestandsflotte unter anderem durch hohe Verlässlichkeit, weit reduzierten Stickstoff- und Feinstaubausstoß und Fahrgastinformationssysteme des neuesten technischen Stands aus.

Im Jahr 2020 steht zunächst der reibungslose Austausch der Fahrzeugflotte im Vordergrund, ab dem Fahrplanjahr 2021 entstehen durch die zukünftig 31 statt bisher 26 Fahrzeugen erhebliche Verbesserungen des Verkehrsangebots, da weitere Verbindungen zwischen München und dem Oberland angeboten und einzelne, stark nachgefragte Verbindungen zusätzlich verstärkt werden können.

Neue Fahrzeuge ab 2020
Das erste Neufahrzeug für das Oberland in den Alstom-Werkshallen

Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Ab wann werden die neuen Fahrzeuge auf den Strecken im Oberland eingesetzt?

Ab Frühjahr2020 werden der Bayerischen Oberlandbahn GmbH neue Fahrzeuge geliefert und damit sukzessive die in die Jahre gekommenen Fahrzeuge der Typen „Talent“ und „Integral“ auf den Strecken München - Holzkirchen - Tegernsee / Lenggries / Bayrischzell ausgetauscht.
Derzeit ist beabsichtigt, nach dem Probebetrieb in einem ersten Schritt die Fahrzeuge des Typs Talent zu ersetzen. Im zweiten Schritt - voraussichtlich im Laufe des dritten Quartals - werden auch die Fahrzeuge des Typs Integral ersetzt.

Welche Vorteile bieten die neue Fahrzeugflotte?

Die neue Fahrzeugflotte des Typs Coradia Lint 54 des Herstellers Alstom bietet 12 wesentliche Vorteile:

  • Hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit sowie weniger Zugausfälle und Schwächungen durch den Einsatz von im Betrieb bereits bewährten Neu-Fahrzeugen
  • Leistungsfähige Klimaanlagen
  • Moderne Fahrgastinformationsmonitore mit besserer Qualität und in größerer Anzahl
  • Klares Design, hoher Komfort und moderne Innenausstattung
  • Angenehme und energiesparende Innenraumbeleuchtung
  • Deutlich geringere Schadstoffemissionen
  • Deutlich geringere Geräuschemissionen (ca. Halbierung für das menschliche Ohr bei Vorbeifahrt auf <82 db(A) und Innengeräusche bei freier Fahrt auf <71 db(A)
  • Barrierefreiheit nach TSI-PRM
  • Höhere Sicherheit dank Erfüllung aktueller Crashnorm-Anforderungen, neuester Brandschutznorm und verstärkter Bahnräumer
  • Langfristig in anderen Netzen einsetzbare und kombinierbare Fahrzeugflotte
  • Ausstattung mit WLAN und Steckdosen verteilt im gesamten Zug
  • Sechs zusätzliche Fahrzeuge zur Ausweitung des Angebots und Stabilisierung des Betriebs

Wird der neue Fahrzeugtyp bereits auf anderen Strecken eingesetzt?

Ja, die vielfach bewährten Züge des Herstellers Alstom werden seit Dezember 2018 erfolgreich auf den BRB-Strecken München/Augsburg – Füssen und Augsburg – Landsberg am Lech eingesetzt. Auf den BRB-Strecken Augsburg - Schongau bzw. Augsburg - Ingolstadt /Eichstätt bringt das Vorgängermodell bereits seit über 10 Jahren die Fahrgäste zuverlässig von A nach B.
Daher ist auch nicht mit Anfangsschwierigkeiten wie 1998 beim Integral zu rechnen.

Sind die Fahrzeuge mit WLAN ausgestattet?

Um den stetig wachsenden Ansprüchen der Fahrgäste nach Internet-Verfügbarkeit mit einem zeitgemäßen Angebot gerecht zu werden, wird kostenloses Surfen im Internet mit den Neufahrzeugen nun möglich sein. Besonders Pendler, wie grundsätzlich alle Fahrgäste, können das Internet auf ihrem täglichen Weg zur Arbeit nutzen, um so die verfügbare Reisezeit optimal als Nutzzeit einzusetzen. Neben der kostenfreien Nutzung des Internets wird es weitere Inhalte für unsere Fahrgäste geben – lassen Sie sich überraschen. Derzeit laufen noch Messung der Mobilfunkabdeckung, um unseren Fahrgästen eine hohe WLAN-Bandbreite auf möglichst vielen Streckenabschnitten zur Verfügung zu stellen. Wie bereits in vorangegangen Tests wird auch hier das sog. Multiprovider-System zum Tragen kommen, welches sich durch parallele Datennutzung mehrerer Mobilfunkanbieter auszeichnet und so vorhandene Lücken eines Mobilfunkproviders durch einen anderen ausgleichen kann.

Im Rahmen der Modernisierungsoffensive in Regionalzügen wird das Projekt finanziell u.a. unterstützt vom Aufgabenträger, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG).

Wird es Fahrplanänderungen geben?

Ab Juni 2020 werden die Neufahrzeuge die sukzessive die in die Jahre gekommenen Fahrzeuge der Typen „Talent“ und „Integral“ ersetzen und die Betriebsqualität verbessern.

Beim Fahrplan wird es größere Verbesserungen im Fahrplanjahr 2021 geben, u. a. eine deutliche Ausweitung des 30-Minuten-Taktes an Wochenenden und Feiertagen und von Montag bis Freitag eine Verstärkung mehrerer besonders stark nachgefragter Züge zur Hauptverkehrszeit. Der endgültige Fahrplan 2021 befindet sich jedoch noch in der Abstimmung, sodass derzeit noch keine detaillierten Informationen veröffentlicht werden können. Daneben wird es weitere Maßnahmen geben, die die Pünktlichkeit der in München startenden Züge verbessern wird.

Zudem setzen wir uns zur Attraktivierung des neuen Fahrplanangebots für mehr Busanschlüsse ein, sowohl bei der Ankunft als auch bei der Abfahrt unserer Züge.

Werden neue Mitarbeiter benötigt?

Die Schulung unserer Mitarbeiter/innen auf dem neuen Fahrzeugtyp hat bereits begonnen und wird parallel zur Auslieferung der Fahrzeuge fortgesetzt.
Durch den Flottentausch und die Erweiterung des Fahrplanangebots benötigen wir zusätzliches Personal, insbesondere Triebfahrzeugführer/innen und Kundenbetreuer/innen.

Unsere offenen Stellenangebote finden Sie hier.