Ein Tag als Triebfahrzeugführer

Folgt Paul Pünktlich durch seinen Arbeitstag und findet heraus, wie ein Tag auf dem Führerstand eines Regionalzugs aussieht.

05:05 Uhr - Dienstbeginn, München Hbf

„Guten Morgen Kollegen!” Ich melde mich bei der Transportleitung in Holzkirchen telefonisch zum Dienst. Ob es wohl Neuigkeiten und Änderungen für meine heutige Schicht gibt? Auch darüber informiere ich mich. Heute sollte alles planmäßig verlaufen.

05:10 Uhr - Rauf auf den Zug

Jetzt gehe ich zum Meridian, der auf dem Abstellgleis in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofes steht. Er gefällt mir optisch richtig gut – endlich mal ein etwas anderes Design! Um den Zug für seine erste Fahrt an diesem Tag vorzubereiten, starte und überprüfe ich die Leittechnik sowie Bordrechner. Außerdem steht eine Kontrolle des Bremssystems, sowie eine Überprüfung aller anderen wichtigen Sicherheitseinrichtungen an. Dann mache ich noch einen Rundgang um das Fahrzeug und einen Kontrollgang im Fahrgastraum und prüfe alle weiteren Bauteile und technischen Einrichtungen.

05:35 Uhr - Bitte einsteigen

Der Zug ist bereit für den heutigen Einsatz! Nun kann ich meinen Meridian als Rangierfahrt zum planmäßigen Abfahrtsgleis bringen. Am Abfahrtsgleis in München Hauptbahnhof bereite ich alles für die erste Zugfahrt vor und öffne die Türen. Nun können die Fahrgäste einsteigen.

06:09 Uhr - Abfahrt

Es geht los. Ich steuere den Meridian pünktlich aus dem München Hbf in Richtung Salzburg. Gerade geht die Sonne auf! Alles läuft nach Fahrplan.

08:25 Uhr - Ankunft in Salzburg Hbf

Ich wechsle die Fahrtrichtung und besetze den Führerstand auf der anderen Seite des Zuges, um wieder in Richtung München fahren zu können. Anschließend erledige ich meine betrieblichen Arbeiten und kontrolliere das Bremssystem.

08:58 Uhr - Abfahrt

Ein kurzer Blick auf die Uhr: Perfekt, wir fahren pünktlich in Richtung München los. Der Zug ist voll besetzt. Kein Wunder, denke ich mir: „Ideales Ausflugswetter für den Chiemsee!”

09:46 Uhr - Stellwerkstörung

Der Fahrdienstleiter am Bahnhof Traunstein meldet mir eine Stellwerkstörung über Funk. Schon sehe ich auch das rote Signal, vor dem ich anhalte. Ich informiere als erstes meine Transportleitung und sofort im Anschluss meine Fahrgastbetreuer und die Reisenden über die geringe Verzögerung.

11:00 Uhr - Pause mit Kollegen

In Rosenheim habe ich eine Stunde Pause. Vorher übergebe ich meinen Zug an einen Kollegen, der schon auf mich wartet. Nun begebe ich mich in unseren Pausenraum. Dort treffe ich Karl, der gerade aus Kufstein kommt. „Hi, wie war dein Urlaub?” Wir machen es uns gemütlich und essen etwas.

12:00 Uhr - Ab nach Kufstein

Nach meiner Pause übernehme ich am Bahnsteig 7 von einem Kollegen den ankommenden Zug aus München und lenke ihn direkt weiter nach Kufstein. Die Berge rauschen an mir vorbei.

12:30 Uhr - Ankunft in Kufstein

Ich fahre mit dem Meridian in den sonnigen Kufsteiner Hauptbahnhof ein. Es geht gleich zurück nach München.

13:50 Uhr - Ankunft in München Hbf

Feierabend! Ein anderer Kollege beginnt nun seine Schicht. Ich informiere ihn über technische Besonderheiten des Zuges und die aktuelle Lage im Meridian-Netz. Danach melde mich bei der Transportleitung vom Dienst ab.